Ticker & Fotos: Get Dead, Barroom Heroes, Mitch Muscle and the Motteks, Nerve Guns @ Südrock, Essen

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30. April 2014, Südrock (Essen)

Get Dead + Barroom Heroes + Mitch Muscle And The Motteks

30.04.14, 17:50 Uhr: Auf geht´s. Wieder mal vom dekadenten Erstwohnsitz, weil das viel mehr Sinn macht als vom dekandenten Zweitwohnsitz, der nur ein paar U-Bahnhaltestellen vom Südrock entfernt ist.

17:52 Uhr: Und schon hat sich die weite Anreise gelohnt: Ich trete auf ein ausrangiertes Furzkissen.

19:20 Uhr: Frühzeitige Ankunft am Südrock. Schönes Wetter, bekloppte Mensch, Bier. Herz, wat willste mehr. Schnackidischnack hier, schnackidischnack da. Noch ´n Bier und tralala.

21:20 Uhr: Die Nerv Guns haben begonnen und Bunten, der bereits in anderer Lokalität vorgelegt hat, ist inzwischen auch vor Ort.

05.10.2006, 0 Uhr: Wir haben einen Furz quer im Kopp sitzen und beschließen ein Label zu gründen. Was für eine Schnapsidee. Die erste Veröffentlichung in Form eines Soli-Samplers läuft tatsächlich ausgezeichnet.

24.09.2007, 20:12 Uhr: So dass wir den fatalen Fehler machen, auch Alben von Bands auf den Markt zu schmeißen. In der irrsinnigen Annahme, man würde diese verkaufen können. Haha, was waren wir naiv. Mangels Kohle schnorren wir den Bunten an, ob der nicht das Vinyl der Herren The Kleins vorfinanzieren möchte und im Gegenzug sämtliche Einnahmen dieses Tonträgers erhält. Der Bunte ist begeistert und schlägt ein.

30.04.2014, 21:21 Uhr: Der Bunte ist von den Nerv Guns sichtlich angetan, so dass sich folgende Konversation ergibt: Bunten: „Solln wa den Jungs mal ´n Plattenvertrag geben?“ Maks: „Nee, find die zwar nicht schlecht, aber muss echt nicht sein. Hab da genug anderes gerade vor der Brust, was ich dann doch besser find.“ Zweiminütige Sprechpause. Dann, Bunten: „Dann erklär das mal den Jungs.“ Grandios!

22:02 Uhr: Um den Bericht in seiner Sinnlosigkeit zu stärken, ein weiterer Eintrag zu einem Bandauftritt. Oje, mein Image rutscht Richtung Arsch. Rotzdem: Mitch Muscle and the Motteks hatten schon bei meinem letzten Besuch hier aufgespielt. Damals hatte die Sängerin, falls ich mich richtig erinnere, ihren ersten Auftritt. Und es war „ganz OK“. Heute bin ich schwer begeistert. Klasse Dingen.

0:12 Uhr: In 14 Minuten fährt meine S-Bahn. Zeit das Image wieder ein Stück aufzupolieren und raus zum „Pommes holen“. Den Headliner und die Band davor nicht zu erwähnen, hat ja schon mal ganz hervorragend geklappt. Bier ist auch mehr als genug im Körper. Viel mehr. Ich wüsste jetzt auf Anhieb eigentlich nichts, was ich noch falsch machen könnte.

0:23 Uhr: Die Anzeigetafel verrät es. Meine S-Bahn hat 40 Minuten Verspätung. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, was sich dann eh noch in 80 Minuten ändert oder die Bahn fällt ganz aus. Da war doch was mit Mobilitätsgarantie. Wenn diese Gespräche mit den Bediensteten am Infoschalter nicht immer so einen verfickten Rattenschwanz mit Anzeigen und ähnlichem mit sich ziehen würden, würde ich jetzt glatt hingehen.

0:24 Uhr: „Ich möchte meine Mobilitätsgarantie in Anspruch nehmen und mit dem Taxi nach Hause fahren. Bis 50 Euro müssen Sie mir dafür ersetzen, weil die S-Bahn jetzt schon 40 Minuten Verspätung hat und auch kein IC zur Verfügung steht.“ Die Dame mir gegenüber macht einen ziemlich angeekelten und angepissten Eindruck und händigt mir einen Zettel mit wenigen Worten aus: „In Vorkasse treten, ausfüllen, einreichen.“ Ich sage „danke“ und „tschüss“.

0:26 Uhr: Ich gehe zurück zum Schalter, weil mir was eingefallen ist: „Sagen se mal. Brauch ich dafür nicht noch von Ihnen eine Bescheinigung, dass der Zug ausgefallen ist und keine Alternative bereit steht.“ – „Ach ja, das hatte ich ja ganz vergessen.“ – „Ach ja, hatten sie? Dass ist ja komisch, dass Ihr sowas immer vergesst.“ Es folgt ein kurzes Streitgespräch, was mit der Aushändigung des Wisches endet und der obligatorischen Frage: „Wie war Ihr Name?“ – „Schubert.“ Ich bin perplex. Frau Schubert hat mir ihren Namen genannt. Einfach so. Keine kindischen Spielchen mit Namensschild zuhalten oder ähnliches. Naja, die hieß bestimmt eh nicht Schubert, sondern Meier oder so. Egal.

1:26 Uhr: Mangels guter Erfahrung nehme ich einfach die nächste S-Bahn und latsche ´ne Stunde doof durch die Gegend. Die Kohle für ein knapp 50 Euro teures Taxi hätte ich doch eh nicht wieder gesehen.

2:42 Uhr: Nachdem auch der Busfahrer versucht hat mich zu ärgern, komme ich tatsächlich zu Hause an und weiß jetzt schon, dass es mir morgen nicht soo gut gehen wird.

14:10 Uhr: Erst der dritte Aufstehversuch klappt ohne das Gefühl zu haben, kotzen zu müssen oder zusammen zu brechen. Geht doch. Die Demo werde ich dann wohl mal wieder nur bei Twitter miterleben. Au man ey. Schönen Tag noch.


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