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Ticker & Fotos: Milenrama, F*cking Angry, Obtuser @ JAM Club, Oberhausen

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13. September 2014, JAM-Club (Koblenz)

Milenrama, F*cking Angry, Obtuser

12:39 Uhr: Wir widerstehen der Versuchung. Als wir gestern unseren Bully mit dem Backlinekram vollpackten, nahm Serra, der ständig im Rausch des Wahnsinns schwebende Milenrama-Mercher, Sabbi kurz zur Seite und unterbreitete ihr das Angebot, den Kram schnell um die Ecke zu bringen, zu verticken und Halbe-Halbe zu machen. Er würde sich dann mit seinem Anteil direkt nach Marokko absetzen. Aber sowas kann man mit uns natürlich nicht einfach so machen. Anstand und Würde und so. Wir sind ja nicht bekloppt. Also schnell einen Fachmann zu Rate gezogen, den Wert des Krams kurz überflogen und zu dem Ergebnis gekommen: Lohnt nicht. Verdammt.

12:41 Uhr: OK, in der Bucht hat auch noch niemand drauf geboten. Dann halt ab nach Koblenz mit dem Kram. Endgültige Entwarnung aus der Werkstatt liegt auch in SMS-Form vor. Das Milenramische Gefährt wird gegen 13 Uhr fertig. Für die Jüngeren unter Euch: SMS ist dieser What´s App-Vorläufer, der auf meinem Handymat noch Anwendung findet.

13:48 Uhr: Wohlverdiente Pinkelpause irgendwo bei Köln. Im Augenwinkel sehe ich, dass der kleine, Toilettenfreie Parkplatz voll mit Autos ist. Allerdings ist keine Menschenseele zu sehen. Der Grund offenbart sich erst, als ich die Hälfte meines kleinen Geschäftes verrichtet habe und mir aus den umliegenden Büschen diverse Herren zuzwinkern. Hoppla.

14:56 Uhr: Bei unserer Ankunft begrüßt uns Veranstalter Fabian samt Mischer Atze. Der JAM Club entpuppt sich als äußerst nette Lokalität und wir latschen jetzt erst mal in die Altstadt. Masterplan: Kurz lecker was Essen und dann noch Stündchen rumtingeltangeln, bevor gegen 17 Uhr der Rest der Bande kommt und wir gemeinsam ausladen.

16:53 Uhr: Nach eineinhalb Stunden kriegen wir unsere Rechnung. Für Bratkartoffeln mit vier kleinen Tofuwürstchen und ´ner Gemüselasagne 90 Minuten warten, ist auch für uns Rekord. Also kein Altstadtbummel. Ab zum Laden zum abladen. Was bin ich heute wieder literarisch wertvoll.

22:23 Uhr: Obtuser haben den Abend eröffnet und jetzt fertig. Wir sitzen im Backstageraum und Mischer Atze kommt mit einem Sixpack Mineralwasser um die Ecke, stellt diesen in den Kühlschrank und kommentiert sein Mitbringsel mit den Worten: „Hier, falls sich jemand von Euch waschen will.“ Ich lieg vor Lachen halb am Boden. Dabei hat Atze eine Literkanne Weizenkorn unterm Arm, nimmt den letzten Schluck und verschwindet wieder. Meisterlich.

22:53 Uhr: Ah! F*cking Angry. Wundervoll. Knallerband! Nur ein Teil des jungen Publikums benötigt noch ein paar Stunden in der Tanzschule und übertreibt es ein wenig mit dem Möchtegernpogo. Herausragend dabei zwei Jungs, die auf einmal wild durch die Gegend fuchtelnd vor die Bühne springen, zehn Sekunden später genug Leute getroffen haben und sich dann wieder neben die Bühne stellen und sich angesichts ihrer Meisterleistung, sich selber feiernd, abklatschen. Auf meine Frage, ob sie jetzt wirklich so derbe stolz darauf sind, ganze 10 Sekunden durchgehalten zu haben, ergreifen sie die Flucht. Lustig.

22:56 Uhr: Auf einmal schiebt sich ein nackter, vorbildlich beleibter Oberkörper an uns vorbei. Und es ist: Atze! Der Mischer, der sich vermutlich niemals in Bielefeld bewerben wird. Der kommt von seinem Mischpult mit ´ner Kanne Vodka unterm Arm, behebt kurzerhand ein kleines technisches Problem auf der Bühne und wackelt wieder zurück. Ich bin hellauf begeistert.

23:44 Uhr: Startschuss Milenrama. Atze springt auch hier auf die Bühne um die Kombo mit einer Flasche Irgendwas unterm Arm feierlich anzusagen. Die Freundinnen der Musizierenden begeben sich in Reihe 1. Ich befürchte schlimmstes, habe da die Rechnung aber ohne Lars gemacht. Der beendet den ersten und einzigen Versuch eines Nachwuchstänzers mit einem lockeren Schubser Richtung links draußen. Klappt.

0:12 Uhr: Was für ein geiler Scheiß. Die Menge tobt. Und das ohne sich dabei die Ellenbogen in die Fresse zu hauen. Die Stimmung ist einmal mehr fantastisch und der Gig reiht sich locker in die Top 3 der Tour ein (neben Hamburg und Bochum). Auch wenn alle anderen Shows definitiv richtig gut waren, ist das hier ganz, ganz oben mit dabei. Und zudem noch von Fabian fantastisch organisiert. Hier stimmt schlichtweg alles. Er und Atze entpuppen sich als supertöffte Typen und wir haben durch die Bank unsere helle Freude.

2:12 Uhr: Der schwerste Moment auf Tour. Verabschiedung. Küsschen hier, Tränchen da. Noch eine Umarmung und dann noch mal vorne angefangen. Wir haben zwei wundervolle Wochen mit Milenrama verbracht, die kaum zu toppen sind. Herzlichen Dank an Euch für alles. Und an alle Veranstalter*innen, Helfer*innen, Bands und Besucher*innen, die diese Tour ermöglicht und unvergesslich gemacht haben. Bis bald! Fins aviat! Olé!


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