RilRec Punkrock Family

The Kleins „Pavlovian Dogs“ (CD/LP)

pavlovian dogs

pavlovian dogsVERÖFFENTLICHUNG RR 019/020, 15.10.2010

Hier klicken zum reinhören.

LP mit weißem Vinyl, kommt mit CD (auf 100 Exemplare limitiert) oder Downloadcode

Im Vertrieb von Broken Silence

Die Duisburger Rock’n’Roll-Punk-Band THE KLEINS, welche ihren Bandnamen den gemeinsamen Nachnamen ihrer drei Gründer zu verdanken hat,existiert bereits seit 1997. Nach zwei selbstveröffentlichten Alben sorgten sie im Oktober 2007 mit „Pardon Me, Sir!“ (CD/LP, RilRec/Broken Silence) für ihren eigenen kleinen Durchbruch und spielten im Anschluss bis heute rund 100 Konzerte, sowohl bundesweit, als auch in Belgien, den Niederlanden, England, Wales, Frankreich, Irland und der Tschechei.

Ihr neues Werk „Pavlovian Dogs“ lässt den einen oder anderen  beeindruckenden Ausflug abseits des etablierten The Kleins-Weges zu, ohne an das starke Fundament zu kratzen. „Pavlovian Dogs“ erscheint erneut als CD und LP (100 limitierte Exemplare inklusive der CD, alle weiteren mit MP3-Downloadcode für das komplette Album und alle mit weißem Vinyl).

Westzeit (vergibt eigentlich maximal 5 Punkte, hier stehen jedoch 6 unten drunter und darüber hinaus beweist Redakteur Gerd L. noch großartigen Humor…): Wo die Duisburger früher als deutsche Version eines Voice Of A Generation-Bastard durchgingen, haben sie spätestens seit ihrem letzten Überraschungsalbum „Pardon Me, Sir!“ ihren Sound eindeutig aufpoliert und lassen verstärkt poppige, Melodie verliebte Passagen durchklingen. Die Mischung aus rauem Rock, treibenden Punk und hymnischen Powerpop sorgt für 11 knallige Songs mit Ohrwurmcharakter jenseits aller Erwartungen – und all zu platten Klischees. Dass dieses Album so sympathisch und eingängig rüberkommt, ist nicht zuletzt den Stimmbändern des 2003 eingestiegenen Engländers Mark Booth und der hervorragenden Gesangsunterstützung von Bassistin Haui Klein, auch bekannt als Schwester und Tochter der restlichen Kleins – nein, ihre Eltern sind nicht Geschwister!-) (6 von 5 Punkten)

Crazy United: Auch wenn es sich um Album Nummer vier handelt; wenn die Jungs aus Duisburg sich weiter so (positiv) entwickeln, sollte man sich doch noch einmal über nen` anderen Namen Gedanken machen. Gezockt wird hier sehr cooler, absolut melodiöser Punkrock, wobei die Betonung eindeutig auf Rock liegt. Ich nenn als Vergleich jetzt einfach mal die „Backyard Babies“. Erstaunlich ist, wie sich die Jungs die Melodien aus dem Ärmel schütteln und dabei absolut frisch und unverbraucht klingen. Eine dicke und transparente Produktion unterstützt das ganze dabei perfekt. „Sleepwalking“, „New&Improved“, „Status Anxiety“ oder „Energy Vampires“ sind gute Beispiele dafür, wie solch eine Mucke zu klingen hat. Auch der dezent aber gut eingesetzte Frauenchor weiß zu gefallen. Wenn das ganze Live auch so klingt wie hier auf CD, dann besucht in jedem Falle eine Show der Jungs. Note: 2  

Useless Fanzine: Die Duisburger THE KLEINS wachsen von Album zu Album. Mit „Pavlovian Dogs“ klingen sie lange nicht mehr nach einer Band, die es schwer hat 100 Leute zu Konzerten zu locken. „Pavlovian Dogs“ klingt nicht nur vom Sound, sondern auch vom Arrangement erwachsen, ohne das mit einem negativen Unterton zu …äh… schreiben. Die Songs sind durch die Bank amtliche Rocknummern, die auf größeren Bühnen gespielt werden könnten. Schwedischer Rock´n´Roll trifft auf Guns´n´Roses und vergisst nie die Punkroots. Und das klingt besonders bei den 3 Songs, bei denen Hauptsänger Mark Booth von Charlotte Klauser (Black Sheep) unterstützt wird, besonders intensiv. Diverse Soundspielereien mit Percussions, Akkordeon und Backingunterstützung lassen den Sound fett klingen und Daniel Kleins Gitarrenspiel begeistert wieder mal in jedem Song. Was ist also los bei den KLEINS? Schreckt der Bandname die Menschen ab? Warum geht das nicht steiler nach oben?

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