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8 Points* (Bericht 02/2012 - 796)*

13.01.2012, Essen (Freak Show - Eröffnungsparty)

IWAN I.A.E.
THE BLACKMAILERS

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Boahr, ey. Ein Jahr lang Arbeit, Unmengen an Farbe, zwei Tonnen Gips, Zement oder weiß der Henker was. Und ´n Arsch voll Liebe und Details und fertig ist Ela´s neues Baby. Und es ist der Hammer geworden! Für die nicht-Insider: Ela hat einst umme Ecke von der jetzigen "Freak Show" zusammen mit Frank den Panic Room betrieben. Nach ihrem gemeinsamen Kneipenumzug nach Essen, wo der Panic Room noch immer in deutlich größerem Rahmen erstrahlt, zog es Ela mit ihrem Göttergatten Benny Nordvall alias Ego T. Superstar aus Schweden zurück nach Essen-Steele um wieder zu den Wurzeln zurückzukehren und die kleine, unglaublich schöne Freak Show zu eröffnen. 80 Leute, wenn es ganz hoch kommt 120, passen hier rein und alleine für gestern hatten sich übers bekannte soziale Netzwerk über 200 Menschen angekündigt, so dass leider etliche noch draußen bleiben mussten. Aber heute ist ja auch noch ´n Tag:

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Toll, wa? Für sowas studieren andere ein Leben lang Kunst. Eintritt ist natürlich, genau wie gestern, frei. Für die, die den Flyer da oben ausdrucken und am Eingang vorzeigen. Und für die, die ohne Flyer kommen.

Sabbi muss heute anne Schüppe, deswegen brachte sie uns gestern mit dem Brummbrumm wohlbehalten in den Essener Osten. Als wir um irgendwas vor 20 Uhr die Kellerpinte betraten, liefen uns wie erwartet die Augen vor Begeisterung über oder so ähnlich. Ich glaub ich hatte es schon erwähnt. Der Schuppen war auch schon gut gefüllt und blablablablabla... ich krieg heute echt die Kurve nicht und mein schlauer Zettel ist auch sowas von unleserlich. Ich weiß auf jeden Fall noch, dass tatsächlich wieder der alte Busfahrer von Iwan I.A.E. - 13 Tage nach Silvester wach geworden - zur hellen Begeisterung aller, in den Laden fiel. Manchmal ist der Kneipenname echt Programm. Durchgehend mit zwei Kannen bewaffnet gehört der junge Mann deutlich zu der Kategorie Mensch, die ihre Begeisterung deutlich nach außen kehrt. Die personifizierte Extrovertiertheit. Super: Busfahrer wieder da, steht Konzerten in Duisburg und Mülheim doch nix mehr im Weg.

Jetzt beim "Korrekturlesen" fällt mir tatsächlich ein, was das da auf dem Zettel für ein komisches Gebilde sein soll: Das ist eine "27" und sollte mich an folgende Annekdote, erzählt von Iwan-Till, erinnern: Der Bus, mit dem gesagter Busfahrer einst die Herren Iwan I.A.E. von Konzert zu Konzert kutschierte, war für exakt zwei Leute zugelassen, da der hintere Teil der Kutsche eigentlich nur Ablagefläche war. Doch eines Tages, nach einem Besuch im AZ Mülheim, beschlossen neben der Band noch zwei-drei Leutchen mehr mit den Jungs Richtung Essen zu fahren. Wenn ich das noch richtig im Kopp habe, war das sogar die Geburtsstunde des Busfahrer-Jobs, da alle viel zu besoffen waren um noch zu fahren und der Busfahrer selber halt.... naja, zwar auch besoffen war, aber das war ja nun mal sein Normalzustand. Passt schon. Und da der Weg von Mülheim nach Essen natürlich viel zu lang ist, um ohne Rast durchzufahren, wurde nahezu obligatorisch die nächste Tanke angesteuert, wo der Kleinbus unmittelbar neben einem Taxi zu stehen kommt und dem Taxifahrer wohl schlaflose Nächte bereitete. Denn direkt vor seinem Auge hüpften aus dem Inneren des Gefährts nach und nach Punk für Punk heraus um sich mit frischen Alkoholika zu versorgen. Und zwar: Festhalten - insgesamt 27 bunte Menschen. Wir gratulieren!

The Blackmailers begannen den musikalischen Livepart des Abends. Die Bühne: Ein riesiger Schlund mit Zähnen und Zäpfchen. Herrlich diese Details überall. The Blackmailers sind Torpedo Monkeys-Christian am Gesang mit komplett neuer Mannschaft und ganz ohne Masken. Und hoffentlich mit mehr Durchhaltevermögen. Und wie von ihm eigentlich nicht anders zu erwarten, eine ganz großartige Darbietung mit fantastischer Mucke, die die Massen direkt mitreißen konnte. Fantastisch! Extrapunkt für den Basser, dem nach kurzer Zeit eine Saite riss, sich aber nix anmerken ließ und mit drei Saiten den Auftritt bis zum Ende durchzockte. The Nimrods (oder welche Marky-Band war´s?) kommen seit je her mit einer Basssaite aus, also alles kein Problem. Iwan I.A.E. im Anschluss natürlich auch wie gewohnt einfach nur großartig. Ein absolut würdiger Rahmen für diesen Freitag, den 13.

Wir verabschiedeten uns dann ausnahmsweise mal recht frühzeitig, weil wegen Sabbi´s Schüppe und so. Irgendwie bin ich trotzdem noch leicht benommen, würde aber dennoch am liebsten direkt wieder losdüsen. Aber Badewanne und noch ´ne Stunde aufs Ohr hauen, macht glaub ich mehr Sinn. Bis später, Peter.


Disclaimer oder sowas: Sollte sich irgendjemand auf den Schlips getreten fühlen, so ist persönliches Nachfragen die beste Option. Die Berichte sind häufig von solch famosen Stilblüten wie Ironie, Zynismus, Satire, Übertreibungen usw. geprägt, so dass diverse Äußerungen möglicherweise in einen falschen Hals gelangen könnten. Wer es immer noch nicht verstanden hat und viel zu viel Zeit hat, empfehle ich diese Zeilen.


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 *) Die da ganz oben inne Ecke vergebenen Points beziehen sich ausschließlich auf die subjektive Qualität meines persönlichen Wohlbefindens an diesem Abend und haben somit nur sehr, sehr und vor allem sehr bedingt etwas mit den Bands selber zu tun. Die Zahl dient mir dazu, um mit nur einem Blick zu erkennen, ob es sich für mich im Alter lohnt, mich irgendwann mal an diesen Abend zurück zu erinnern. Der Rest ist ebenfalls für die Statistik: Das war Konzertbericht Nr. XX in 2012 (1.Zahl/2012) und in diesem Onlinzine der insgesamt XXX. Bericht (2. Zahl).