Samstag, 11.04.26, 18:30 Uhr, Bundesliga (M), 29. Spieltag, Millerntor

Disclaimer: Diese(r) Blog(-Rubrik) ist im Stile alter klassischer Punk-Egozines (Ego-Fanzines) gestaltet. Sprich es geht hier primär um das (Er)Leben der jeweils schreibenden Person und das kann manchmal sehr weit über den vorgeschobenen Aufhänger (das Spiel) des Berichtes hinaus gehen. Wir haben weder den Fokus auf (Vollständigkeit) fanspezifische(r) Themen und erst Recht nicht auf das sportliche Geschehen. Für beides sehen wir andere digitale und physische Publikationen für geeigneter an und auch nicht alles was uns durch die Hirse geht und/oder geschieht, muss hier auch rein. Es ist also alles sehr persönlich und geht häufig über den Spieltag hinaus. In diesem Sinne: Enjoy oder auch nicht.

Vorgeplänkel

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen und ich neige mit. Außerdem gibt es seit langem mal wieder einen Artikel, der sich nicht mit dem Spieltag und meinem ganzen Egokram drumrum beschäftigt. Falls Ihr ihn noch nicht entdeckt habt: Wir haben die ultimative Stadionhymnenlösung und zwar hier (klick!).

Ansonsten verzichte ich an dieser und den folgenden Stellen auf große Teile des sonst hier üblichen Egokrams (aka Selbsttherapie) und bündele diesen am Ende als "Nachgepläkel".

Stadiontour & Dialogveranstaltung

Während USP, Schickeria und Freund*innen sich vor offizieller Toresöffnung in der Südkurve zum feiern ihrer Freundschaft treffen, nehmen wir von 13-16 Uhr an der "FC Bayern und FC St. Pauli gegen jegliche Diskriminierung - Stadiontour & Dialogveranstaltung am Millerntor" teil. Knapp 40 FCB- und FCSP-Fans werden auf Einladung von Niklas Grabbe (Projektmanagement Nachhaltigkeit) von Roger Hasenbein über diverse Stationen zum Thema durch das Stadion geführt. Wenn ich alles richtig verstanden habe, gab rund 200 Interessierte, was aber deutlich den machbaren Rahmen gesprengt hätte.

Vom Treffpunkt Liga-Raum geht es zunächst zu der Gedenkstätte hinter der Süd, wo Christopher für den FCSP (häufig) gewohnt selbstkritische Worte findet. Ich hätte die Gelegenheit gerne genutzt, im Anschluss nochmal ohne große Runde mit Christopher ein paar Sätze zu wechseln, aber vielleicht ergibt sich das ja ein anderes Mal.

Danach geht es zum Fanladen. Zu Brigitten-/Thadenstraßen-Zeiten auch für mich immer mal wieder Anlaufpunkt gewesen, fällt mir heute nochmal so richtig auf, dass ich im Grunde niemanden (außer vom sehen) von der heutigen Crew mehr so wirklich kenne. Fehlende Tickets kriegen wir fast immer über den offiziellen VVK oder Freund*innen zusammengekratzt und schaffen es dadurch das Fanladen-Ticketing bis auf wenige Ausnahmen (wo wir dann aber auch leer ausgingen) ein Ministück zu entlasten. Und als auswärtiger Fanclub fallen auch die alltäglichen Berührungspunkte einfach weg.

Das war zu der Zeit, als Heiko Schlesselmann dort noch die Fäden in der Hand hielt und Sandra vermutlich nicht einmal davon zu träumen gewagt hat, irgendwann an der Spitze des Aufsichtsrates zu stehen, halt noch anders. Obwohl die Situation ja ähnlich war, fällt mir gerade ein. Naja, egal. Ich hoffe jedenfalls, ich schreibe auf Grund kaum vorhandenen Kontakts nichts falsches, wenn ich behaupte, dass hier und heute Julian Rede und Antwort stand. Für uns natürlich - wie viele Themen dieser Tour - inhaltich wenig Neues. Insbesondere für die FCB-Fans hingegen sicher sehr informativ.

Danach ab ins Museum (mit einigen schönen Anekdoten von Christopher), dann auf die Haupttribüne, dann zurück, wo zunächst zwei Akteure der "Rot gegen Rassismus"-Initiative des FCB zwei Projekte vorstellten. Wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, ging es bei beiden um Antisemitismus. Ich war zu dem Zeitpunkt leider schon arg überreizt und nicht mehr ganz so aufnahmefähig, wie ich gerne gewesen wäre. Daher auch sorry, dass ich leider sämtliche Namen der FCB-Verantwortlichen vergessen habe. So oder so: Euch allen (ob FCB oder FCSP) gilt ein großer Dank und Respekt für Euer Engagement und diese Veranstaltung!

Im Anschluss richtet Oke noch ein paar Worte an uns und zuvor:

Patrick Mushatsi-Kareba

Ich muss den Namen hier einmal hervorgeben, da ich seine Ansprache ziemlich beeindruckend fand und das große Vergnügen hatte nach der Veranstaltung noch ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Mega sympathisch und vor allem: Sehr stabil aufgestellt. Ich hätte das Gespräch tatsächlich gerne noch weitergeführt, aber natürlich haben Oke und Patrick am Spieltag auch noch andere Dinge zu tun, so dass ich mich mit einem herzlichen Dank für die stabilen Ansichten, interessanten Inhalte und den sympathischen Austausch nach 10-15 Minuten wieder von ihm verabschiedete. Vielleicht sehen wir uns ja beim fest eingeplanten Frankfurt-Away-Spiel 2026/27. Du weißt, wo Du uns am Vorabend findest. ;)

Matchday

fm

Ja, Matchday ist schon den ganzen Tag, jetzt kommen wir aber zum - mehr oder weniger - Wesentlichen: Es ist Dom, es ist eng und der FC Bayern reist natürlich auch dieses Mal mit 2 Bussen an. Einer für Harry Kane* und ein zweiter. So muss der Durchgang zwischen Heiligengeistfeld und Harald-Stender-Platz mal wieder gesperrt werden, denn da parkt einer der beiden Busse. Für die Leute am Süd-Eingang bedeutet das auch mal Dom-Atmosphäre, bezogen auf die Einlasssituation, wie der gemeine FCSP-Fan sie sonst nur von der GG her kennt. (*Jahaaa, rhetorisches Mittel!)

bus

Natürlich sind wir ausgerechnet heute auf der Süd: Letzte Reihe, Block S1 und somit meine favorisierte Steh-Sitzer-Option, die ich natürlich 90+X-Minuten lang auskoste. Ist schon stimmungsmäßig was anderes, auch wenn das Mitmachlevel hier oben auch nicht viel anders ist, als in großen Teilen der GG. Wir lassen uns davon nicht beirren.

Unser Bus kommt auch irgendwann, quetscht sich zwischen FCB-Bus 1, Übertragungswagen (?) und parkenden PKW irgendwie so halb noch mit rein und verzieht sich dann unverrichteter oder verrrichteter Dinge wieder. Es sah so aus, als wäre es auf Grund der Enge einfach nicht mehr möglich so weit reinzufahren, dass hinter ihm noch das Tor zugeht. Vielleicht habe ich das aber auch falsch interpretiert und der wollte eh nur drehen. So oder so: Den Dom nach Köln auslagern, denn do jehööt hä hin!

Wir begrüßen noch ein paar Leutchen, dann geht es ab nach oben und ich erschrecke angesichts der Stadionmucke. Was ist passiert? Was ist das für ein grausamer Song? Aber dann wird alles gut und wir hören die gewohnte Qualität, hier oben sogar in deutlich besserem Sound, als oben auf der GG-Sitz gewohnt: Über Punk-Klassiker bis hin zu Skater Boy, wundervoll. Und dazwischen dann die sich einsingende Süd. Ich weiß den Platz hier oben zu genießen.

stadion

kiste

Die erste Halbzeit hätte ich auch beinahe genossen, wäre doch zumindest das Ding von Mathias reingegangen. Aber irgendein FCB-Spieler kriegt da irgendwie noch die Gräten zwischen. Verdammt! Wir haben tatsächlich Chancen, aber was aufs Tor kommt, wäre auch für andere Keeper als Manuel Neuer kein Problem gewesen. Zu zentral, ohne Wucht, aber aus den Positionen auch nicht leicht platziert in den Giebel zu zwirbeln. Tja und die Bayern, die machen halt das, was die Bayern halt so machen und gehen mit 1:0 in die Pause.

fcb

Der Rest ist traurige Geschichte, ich möchte aber trotzdem noch meinen dicken Hals in Bezug auf Michael Olise erwähnen. Wie unsympathisch kann ein Fußballspieler sein? Da ist ja Dominik Kohr gefühlt ein Hochsympath gegen und ich wünsche mir fast, er wäre in diesem Moment sein Gegenspieler. Schiri Stieler macht das da unten - zugegeben: zur meiner Verwunderung - heute gar nicht mal so schlecht, aber wieso es hier nicht Gelb-Rot gibt, kriege ich nicht in meine Birne. Auch nicht, warum ihn niemand auf dem Feld mal darauf hinweist. Es war ja nicht mal eins dieser mal vorkommenden, dreisekündigen Provokationsjubel, wofür sich mancheiner schon mal Gelb abgeholt hat (mensch erinnere sich nur an die Verwarnung für Schlangen-Ricky-Jade). Das war fast schon ein ganzes Theaterstück, wie Olise da arrogant zur Gegengerade trabt und die Massen nach seinem 0:3 provoziert. Danach schleicht er in aller Seelenruhe zurück in die Bayern-Hälfte, wobei er für die letzten 50 Meter einen - von der Mittelline aus gemessenen - Winkel von maximal 3 Grad einschlägt. Den Rest müsst Ihr selber ausrechenen. Und Stieler: Macht gar nix, sondern schaut gekonnt weg. Keine Ermahnung, kein letztes Dududu. Nö. Kompany hätte ihn eigentlich gar nicht aus vermeintlichen Gelb-Rot-Schutz auswechseln müssen. Zumal in dem Moment der gleiche Scheiß nochmal passiert. Als Olise bewusst wird, dass er raus muss, bewegt er sich auf einmal ungewohnt schnell für eine Spielunterbrechung zur Seitenauslinie an der Haupttribüne. Von dort aber wird er von Stieler nicht regelkonorm aufgefordert, das Spielfeld auf kürzestem Weg zu verlassen. Nö, er bekommt stattdessen nochmal ausreichend Raum und Zeit, um sich erneut höchst provokant verabschieden zu dürfen. Spätestens hier hätte Stieler ihm zumindest mal mit Anlauf in den Arsch treten können. Poahr, mich macht sowas rasend. Oder anders: Glückwunsch, Olise: Ziel erreicht.

Apropos Zeitspiel: Wie tief muss das verinnerlicht sein, wenn man sich beim Stand von 4:0 und drückender Überlegenheit bei einer Auswechslung schnell auf den Boden fallen lässt, um einen in diesen Momenten typischen Wadenkrampf vorzutäuschen. Tafel hoch und zack: Aua! Ganz plötzlich. Als wäre das so ein eingepimpfter Reflex. Sobald die Tafel hochgehalten wird und die eigene Nummer draufsteht, man aber bereits mehr Tore, als der Gegner geschossen hat, urplötzlich einen Wadenkrampf kriegen. Und diese grundsätzliche Lahmarschigkeit nach erzielten Toren. Puh! Selbst wenn für uns eh nix mehr drin war und bei aller Freundschaft: Mich nervt sowas total und ich empfinde es erneut so, dass die Bayern auch hier eine Klasse für sich sind. Ausgerechent die, die es am wenigsten nötig haben. So sehr ich mich auch bemühe und so sehr ich auch das Engagement von Teilen der Fanszene und auch das Vereinsengagement gegen Antisemitismus etc. abfeiere: So eine allumfassende FCB-Sympathie werde ich wohl nicht mehr entwicklen. Auf dass es doch mal irgendwann die effektive Spielzeit gibt.

Anmerkung: Nichts, aber rein gar nichts von dem und anderen Geschehnissen, entschuldigt den Wurf von Gegenständen aller Art!

Am Ende steht es 0:5, da in der 2. Halbzeit bei uns so gar nix mehr läuft. Mich erschreckt das nicht einmal, wenn ich mir mal wieder vor Augen halte, dass wir hier als kleiner FCSP gegen eins der weltbesten Teams gespielt haben, das es sich leisten kann einen Spieler, der soviel wert ist, wie unser gesamter Kader, komplett auf der Bank sitzen zu lassen. Und dafür dann ein eigener Bus, pfff. 

Auch wenn ich mich wiederhole: Da könnt Ihr noch 1000 x behaupten, die finanziellen Möglichkeiten seien ein Totschlagargument. Das ist nun mal die Relatität und daher kann ich trotz der leider erneut ernüchternden 2. Halbzeit für mich in den Mittelpunkt stellen, dass ich angesichts dieser extremen Chancenungleichheit allergrößten Respekt vor der Leistung aller Verantwortlichen habe. Auf heute bezogen: Wenn ich mir anschaue, was wir in der durchaus mutigen 1. Halbzeit auf den Rasen gebracht haben. Zumal mit Saliakas und Smith zwei wichtige Säulen fehlten. Entsprechend wird unser Team aus allen Stadionbereichen mit Applaus verabschiedet. Ich wäre beinahe etwas stolz auf die Leistung der 1. Halbzeit, wenn ich sowas wie stolz empfinden würde.

Fast mit Ende der Nachspielzeit fällt das 0:6 und es gibt tatsächlich noch einen VAR-Check. Und siehe da: Nüscht da! Kein Tor, Abseits und es brandet Jubel im weiten Rund Eck aus. Ich ignoriere an dieser Stelle einfach mal, dass es sich auch um Sarkasmus handeln könnte und behaupte stattdessen: Klappt ja doch noch mit der verloren geglaubten, so wundervollen Selbstironie.

Gute Nacht!

Nachgeplänkel

Als ich am nächsten Morgen wachwerde, merke ich, wie viel Körner ich gelassen habe. Die Kapas, der Akku, er ist sowas von Tiefenentladen. Und das natürlich nicht ohne Grund und absolut vorhersehbar: Da ist zum einen die Veranstaltung vor dem Spiel, an der wir teilgenommen haben. Für mich ist sowas eine riesengroße Herausforderung und ich habe im Vorfeld mehrfach überlegt, doch noch abzusagen. Doch am Ende war ich verdammt froh - auch wenn inhaltlich vieles bekannt war - mich dem gestellt zu haben. Dazu kommt der Austausch mit Patrick. Konnte ich mich in der abschließenden Dialogrunde nicht durchringen, meine Themen in den Ring zu werfen, so habe ich es immerhin geschafft, danach auf Patrick zuzugehen und bin trotz der Kürze des Gesprächs sehr dankbar für diesen tollen Austausch. Und wenn es schon mal so gut läuft, wage ich - von der Euphorie getrieben - direkt den nächsten Sprung und stelle mich in die Südkurvenschlange, kurz bevor der Einlass beginnt. Dass ich hier an die Grenzen meiner Hochsensibilität komme, muss ich für die regelmäßig hier Lesenden wohl nicht erwähnen. Zumal gleichzeitig der 2. Bayernbus ganz langsam auf uns zurollt und 1 Meter vor uns, durch einen kurz vorher errichteten mobilen Bauzaun, zum stehen kommt. Rumgeschreie diverser Spielernamen und ich mit meinen eingeschränkten bis nicht vorhandenen Filtermöglichkeiten direkt dazwischen. Puh. Endlich auf der Treppe angekommen, ignoriert das Grüppchen vor mir gerne mal, wenn es vor ihnen weiter geht, so dass sich seitlich die Leute an ihnen vorbei drängeln. Mir bleibt der Weg leider versperrt. Das triggert mich und ich will jetzt endlich raus hier, bzw. durch den Einlass und mir endlich eine Wand suchen, wo ich erstmal stehen kann, damit mir niemand mehr im Weg ist und ich niemandem mehr im Weg bin. Dann noch flott ein alkfreies Bier greifen und ab nach oben.

Am nächsten Morgen steht die Rückfahrt an und wir starten extra früh, um den Rückreiseverkehr (Osterferien) zu vermeiden. Das klappt sogar gut und so richtig fällt dann auch erst zu Hause alles ab. Ich atme nach Eintritt durch die Wohnungstür mehrfach laut aus, lasse in der Folgezeit mehrfach Gegenstände fallen, weil ich mir irgendwie immer noch nicht die schon längst erforderliche Ruhe gönne. Erstmal auspacken, Bericht schreiben und einen Blick auf meine kurz zitternde Hand werfen. Das ist echt nicht gut, aber der Tag ist hoffentlich noch lang genug, um noch ein paar Stunden gar nix zu machen und morgen wieder der Lohnabhänigkeit zu frönen. 

Für mich war dieses Wochenende abseits des Spiels - auch wenn sich das gerade anders anhört - sehr erfolgreich. Ich habe mich trotz der erwartbaren Konsequezen Situationen gestellt, die ich vor ein paar Monaten ziemlich sicher noch vermieden hätte. Das ist gut, das ist wichtig und das hier niederzuschreiben nach wie vor Selbstherapie. Das ist meine Lebenswelt. Aber es gibt auch noch ganz andere:

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) & Empty Stands

CN: schwere körperliche Erschöpfung, Pflegebedürftigkeit und Erfahrungen mit medizinischem Gaslighting (betrifft teils die folgenden Zeilen, vor allem aber den verlinkten Podcast).

Während unserer Fahrten hören wir immer Podcasts und wenn es eine neue Folge gibt, stehen Debbie's wundervollen Female St. Pauli-Stories an erster Stelle. Auf der Rückfahrt läuft Folge 37, in der Ann-Sophie und Isi, die mit ME/CFS leben müssen, als Gästinnen eingeladen sind. Viele von Euch haben bestimmt schon mal von der Initiative Empty Stands gehört, aber wenig von direkt betroffenen Personen. Debbie lässt sie zu Wort kommen und das war sehr, sehr ergreifend und zugleich erschreckend. Wenn Ihr nicht eh regelmäßig Debbie's Podcast hört, hört Euch bitte (sofern Ihr psychisch dazu in der Lage seid!) zumindest diese eine Folge an (und bitte bis zum Schluss).

Mir wird mal wieder bewusst, in was für einer privilegierten Position ich mich trotz meiner Einschränkungen befinde und wie dankbar ich dafür auch sein kann. Ja, für mich sind die Fahrten zu Spielen mit etwas mehr Aufwand, Planung, Ängsten und Herausforderungen verbunden. Aber trotz allem, kann ich am Ende mit dabei sein. Und ich kann mein gut geplantes Leben auch trotz meiner Neurodivergenz lebenswert gestalten. Anderen FCSP-Fans (und natürlich auch vielen anderen Personen) geht es da deutlich schlechter und es ist wichtig, auf solche Themen immer wieder hinzuweisen und sie in die Öffentlichkeit zu rücken. Daher seid so nett, nehmt Euch die Zeit und sorgt durch Verbreitung mit dafür, dass die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung anwächst. Das gilt für so viele Themen, insbesondere in Zeiten wie diesen (ich muss das nicht näher ausführen). Habt vielen Dank!

Nachschlag 

Ich lese gerade das hier: Marie-Louise Eta wird erste Cheftrainerin in der 1. Bundesliga der Männer. So heißt es halt. Leider erstmal "nur" als Interimslösung. Ich feiere das und würde ihr so gerne größtmöglichen Erfolg wünschen, wenn es doch bloß ein anderer Verein wäre. Trotz allem: Viel Kraft und Energie, um all den bevorstehenden negativen männlichen Bewertungen und verbalen Angriffen stand zu halten (nein, das ist auf diversen Ebenen anders, intensiver und mehr, als es manch männlich gelesener Kollege über sich ergehen lassen muss, ohne da etwas verharmlosen zu wollen). Ich drücke trotz meiner Union-Antipathie auf jeden Fall die Daumen, dass es trotz anderer Planung vielleicht doch noch über die Interminslösung hinaus geht. Und gegen Wolfsburg darf Berlin sowieso gewinnen (5+X Tore Differenz gehen auch klar).

Bericht beim Millerntor: Hier.
Fotos von Gröni: Hier.
Übersteiger: Hier.